Fragen an einen Kunstsammler

Roland Berger ist nicht nur einer von Deutschlands bekanntesten Unternehmensberatern, er sammelt auch seit Jahrzehnten zeitgenössische Kunst. In der Süddeutschen Zeitung hat er in einem Interview einmal folgendes gesagt:

SZ: Wo kaufen Sie Kunst?

Berger: Überwiegend in Galerien, manchmal beim Künstler, selten auf Auktionen. Ich reise viel und zwischendurch nehme ich mir immer wieder Zeit für solche Kurzbesuche.

SZ: Nach welchen Kriterien sammeln Sie?

Berger: Erstens spielt der Grad an Kreativität und Innovation eines Künstlers für mich eine große Rolle. Schafft etwa ein Maler etwas Neues oder wiederholt er, was andere schon vor ihm gedacht und verewigt haben? Zweitens, die handwerkliche Qualität. Drittens, die künstlerische Aussage, ich muss mich mit der Kunst identifizieren und mit ihr leben können. Und viertens: Ist das Werk sein Geld wert? Denn jedes Budget ist endlich.

SZ: Haben Sie denn ein festes jährliches Investitionsbudget für Kunst?

Berger: Nein. Aber ich versuche, mich zu disziplinieren.

Vor allem seine vier Kriterien, nach denen er sammelt, fand ich sehr interessant:

1. Kaufkriterium: Der Grad an Kreativität und Innovation eines Künstlers. Schafft der Künstler etwas Neues?

2. Kaufkriterium: Die handwerkliche Qualität.

3. Kaufkriterium: Die künstlerische Aussage. Kann ich mich mit der Kunst identifizieren und mit ihr leben?

4. Kaufkriterium: Ist das Werk sein Geld wert?

Ich denke, jeder ernsthafte Kunstsammler folgt in etwa denselben Kriterien bei seiner Kaufentscheidung. Wenn Sie also vorhaben, von ernsthaften Sammlern zeitgenössischer Kunst akzeptiert und vor allem gekauft zu werden, dann sind das die vier Kriterien, an denen sich Ihre Kunst messen lassen muss.