Damien Hirst und seine Galeristen haben mit der Totenschädel-Ausstellung ein Vermögen gemacht

124,5 Millionen Pfund, umgerechnet ca. 250 Millionen Dollar oder ca. 190 Millionen EUR sollen für die Werke eingenommen worden sein. Dies gab seine Galerie “White Cube” am 5.7.2007 in London bekannt (Quelle). Dabei ist der diamantbesetzte Totenschädel selbst, über den ich hier schon geschrieben hatte, noch nicht mal verkauft - die Verhandlungen laufen angeblich noch.

Neben dem Totenschädel wurden in der Ausstellung “Beyond Belief” viele neue Arbeiten von Hirst gezeigt. Man nimmt an, dass Hirst selbst 70% der Einnahmen bekommt. Da behaupte nochmal jemand, es handele sich um “brotlose” Kunst!

Dabei ist der künstlerische Wert seine Arbeiten nicht unumstritten. Ist gibt Stimmen, die die Ausstellung und die gezeigten Werke sogar als “langweilig” bezeichnet haben. Aber der Wert eines Kunstwerks ist und bleibt eben, was ein anderer bereits ist, dafür zu zahlen. Die Vorstellung von 250 Mio. Dollar ist schlichtweg beeindruckend, was auch immer man über die Werke und den Künstler denken mag.

Für solche Summen - oder auch noch erheblich kleinere - muss ein Künstler schon ein Meister der Vermarktung und der PR sein, wenn er davon auch etwas zu Lebzeiten haben will. Um beim Thema Tod und Vergänglichkeit von Damin Hirst zu bleiben: Was nützt es dem Künstler, wenn seine Werke Millionen erzielen, er selbst aber nach seinem Tod gar nichts mehr davon hat?