Ein Erfahrungsbericht der Künstlerin Anita Rößle

Zu den Themen “Ausstellungsmöglichkeiten” und “wen lade ich zu einer Vernissage ein”, hat mir die Künstlerin Anita Rößle freundlicherweise folgenden, persönlichen Erfahrungsbericht geschickt:

“Was Ausstellungsmöglichkeiten betrifft, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Banken sind eine relativ sichere und “günstige” Anlaufadresse. Heute bin ich schon einen Schritt weiter. Früher konnte ich mich
problemlos anmelden, ohne Mappe und so. Bei fremden Banken geht das nicht mehr so einfach. Wie gesagt, bei denen ich schon ausgestellt habe - und das sind nicht wenige - brauche ich Bewerbungen nicht. Bei “Neubewerbungen” ist eine offizielle Bewerbung nach telefonischer Anfrage üblich. Zu einer professionellen Bewerbung gehören

  1. eine ordentliche Präsentationsmappe. D.h. je schöner, desto besser. Präsentationsmappen gibt es bei Boesner - 20 Folien- für ca. 2 - 3 EUR. Am besten schwarz. Dazu schwarzes Fotokartonpapier (290 gr./qm). 50 Stück. Auch so in der Preislage. Fotos von den Bildern (da ist Sparen nicht angesagt) vom Fotografen ausbelichtet und ca. 10 x 15 cm mit weißem Rand. Ich habe mir ein Passepartout mit Außen- und Innenschnitt Din-A-4 gemacht. Dann kann man die Fotoecken exakt setzen und die Fotos sind immer im gleichen Ausschnitt. Nicht Pi-mal-Daumen und irgendwie. So kann man die Fotos auch immer wieder auswechseln. Ohne viel zusätzliche Arbeit.
  2. eine ordentliche Vita,
  3. eine offizielle Bewerbung für die Ausstellung mit Informationen wie man sich die Ausstellung vorstellt,
  4. eine Liste der bereits getätigten Ausstellungen - tunlichst mit Presseveröffentlichungen.

Für die Kontaktadressen hatte ich früher auch Kurznotizen bis ich feststellte, es werden einfach zu viele. Also hab ich alle Kontakte - auch mit Telefonnummer usw. - in eine Exeltabelle eingetragen. Die erneuere ich von Zeit zu Zeit und sortiere sie von A - Z. Jedesmal mache ich mir die Arbeit aber nicht. Mittlerweile bin ich bei 160 Adressen.

Versand der Einladungen mit der Post: Die Einladungs-Flyer mache ich, wenn möglich, am besten auf dem Computer. Da hilft mir ehrlich gesagt immer meine Tochter. Ansonsten, wenn es “groß” wird (oder im Glücksfall gesponsert), wird das von der Graphikerin gemacht und gedruckt. Verschicken am besten mit Infopost (nur stadtgebunden) oder Infobrief (deutschlandweit) für ca. 28 Cent. Lohnt sich aber. Muß man halt einige Sachen beachten und das mit der Poststelle klären. Zeit und Nerven darf man bei der ganzen Sache nicht in die Waagschale werfen.”

Sie sehen also mit einer guten Vorbereitung ist der Schritt zur Ausstellung gar nicht so schwer. Sobald Sie Ihre Unterlagen und einen Adressverteiler erstmal fertig haben, lassen sich weitere Bewerbungen und Ausstellungen mit weniger Aufwand machen.